Reisemedizin

Für viele Menschen stellt REISEN einen erheblichen Teil der Lebensqualität dar. Somit bin ich in den letzten Jahren auch vermehrt mit detaillierten Fragen zu verschienen Reisen bzw. Ländern konfrontiert worden. Um diese besser beantworten zu können bzw. aus eigenem (Reise-)Interesse habe ich eine Zusatzqualifikation (32 Std. / Akademie Bad Nauheim) erworben.

"Unter Reisemedizin versteht man den Teil der Medizin, der sich mit der Darstellung aller Fakten in Bezug auf Gesundheitsrisiken für Reisende einschließlich der Prophylaxe, Diagnostik und der Therapie beschäftigt. Gerade bei Reisen in die Tropen und Subtropen können viele Erkrankungen oder Befindlichkeitsstörungen auftreten.

Grundlegendes

Der internationale Reiseverkehr hat in den letzten Jahrzehnten zugenommen. Man reist nicht nur häufiger, sondern auch zu ferner gelegenen Zielen. Vor allem bei Reisen in tropische und subtropische Länder gibt es gesundheitliche Risiken. Die Hälfte aller in diese Länder Reisenden erkrankt während oder nach der Reise; 10% müssen wegen dieser gesundheitlichen Probleme einen Arzt aufsuchen; 8% erkranken so schwer, dass sie vorübergehend bettlägerig werden. Immerhin noch 3% dieser Reisenden sind auch nach Rückkehr aus dem Urlaub noch arbeitsunfähig. Die Information über gesundheitliche Risiken im europäischen Ausland (zum Beispiel FSME) und auf anderen Kontinenten sowie das Wissen, wie diese Gesundheitsrisiken vermieden oder reduziert werden können, ist Aufgabe der Reisemeidzin. 

Prophylaxe

Basis für die Vermeidung von Erkrankungen auf Reisen ist die Information des Reisenden über Gesundheitsrisiken auf der Reise. Dazu gehören das Wissen um einfache Hygieneregeln und Verhaltenstipps wie Informationen zum Sonnenschutz ebenso wie Impfungen gegen Infektionskrankheiten oder Medikamente zur Vermeidung zum Beispiel einer Malaria. Auch der Schutz gegen Insektenstiche (Expositionsprophylaxe) und das Wissen um seltene Risiken sind wichtig, damit der Reisende Gesundheitsrisiken vermeiden kann.

Impfungen

Ein wichtiges Werkzeug sind Impfungen gegen verschiedene Infektionskrankheiten, für die in den Reiseländern ein höheres Risiko bestehen kann. Hierbei gibt es Pflichtimpfungen, die bei der Einreise verlangt werden, und fakultative Impfungen gegen weitere Infektionskrankheiten. Eine Pflichtimpfung kann von einem Land für Einreisende aus allen Ländern oder nur für Einreisende aus bestimmten Risikoländern vorgeschrieben werden. Aktuell ist die Impfung gegen Gelbfieber praktisch die einzige Impfung, die als Pflichtimpfung im internationelen Reiseverkehr vorgeschrieben ist. Für tetravalenten Kombinationsimpfstoff (gegen Meningokokken der Typen A,B,W und Y135) als Pflichtimpfung vorgeschrieben.

Daneben gibt es Standardimpfungen, die weltweit prinzipiell für jeden relevant sind. Dies sind Impfungen gegen:

  • Tetanus (Wundstarrkrampf)
  • Diphtherie
  • sowie die regulären IMpfungen für Kinder.

 

Die STIKO empfiehlt bei Reisen in Gebiete mit entsprechendem Infektionsrisiko ferner Impfungen gegen:

  • Poliomyelitis (Kinderlähmung)
  • Hepatitis A
  • Hepatitis B
  • Typhus
  • Rabies (Tollwut)
  • Cholera
  • Meningokokken A,C,W und Y135
  • Meningokokken C-Konjugatimpfstoff üfr Jugendliche Reisende (zum Beispiel Schüleraustauch, Au pair...)
  • Influenza
  • FSME

Eine Impfung gegen die Japanische Enzephalitis kommt in Frage bei länger andauernden Aufenthalten in Gebieten, in denen diese Erkrankung auftritt. 

"Unter Reisemedizin versteht man den Teil der Medizin, der sich mit der Darstellung aller Fakten in Bezug auf Gesundheitsrisiken für Reisende einschließlich der Prophylaxe, Diagnostik und der Therapie beschäftigt. Gerade bei Reisen in die Tropen und Subtropen können viele Erkrankungen oder Befindlichkeitsstörungen auftreten" 1

Die Kosten werden von der gesetzlichen Krankenversicherung leider nicht übernommen.

1 Wikipediaartikel "Reisemedizin" vom 02. Februar 2010 Permalink

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